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Description

Was passiert, wenn ein Kind lieber an die Zaubertricks im Schrank seines Vaters will als an die Kekse – und daraus ein ganzes Berufsleben entsteht?
Matthias Rauch: Zauberer, Moderator, Deutscher Meister der Zauberkunst – und jemand, der privat lieber im Hintergrund bleibt.

Seinen ersten Trick lernte er von seinem Vater. Eine Münze verschwindet im Ärmel und taucht hinter dem Kopf wieder auf. Aus diesem Moment wurde eine Begeisterung, die nie wieder verschwand. Während andere Hausaufgaben machten, übte Matthias Seiltricks und Kartenroutinen. Seine Schule stellte ihn immer wieder frei, damit er zu Wettbewerben und Auftritten in die Welt reisen konnte – oft begleitet von seinem Vater. Früh wurde klar: Das ist kein Hobby.
Es folgten Titel, internationale Engagements und Bühnen in ganz Europa, New York, im Magic Castle in Hollywood und sogar in Las Vegas. In seiner Heimat Dorsten war er irgendwann „der Zauberer von nebenan“ – so etwas wie der lokale Promi.
Und trotzdem klingt er im Gespräch überraschend bodenständig. Für Matthias ist Zauberei keine mystische Gabe, sondern präzises Handwerk: üben, wiederholen, verwerfen, neu denken. Neben der Fingerfertigkeit spielt dabei auch Humor eine große Rolle – als Moderator verbindet er Tricks mit Comedy, Geschichten und Nähe zum Publikum.

Wir sprechen über zwei Welten: Bühne und Alltag.
Über Wettbewerbsdruck, Lampenfieber und große Shows. Über Corona und den Moment, als plötzlich alle Auftritte wegfielen. Und über den Probenkeller zu Hause, in dem heute sein Sohn neben ihm die ersten eigenen Tricks übt.