Mit dem Aufkommen von Let's Plays gegen Ende der 2000er Jahre über die Anfänge des Streamings auf Justin.tv bis hin zur kompletten Explosion der Streamer- und Zuschauerzahlen auf diversen Plattformen hat sich User-Generated Content vor allem in jüngeren Generationen längst zum primären visuellen Medium entwickelt - "Twitch statt TV" sozusagen.
Das zunehmende Bewusstsein, dass sich damit auch reichlich Geld verdienen lässt, führte jedoch nicht unbedingt zu einer allgemeinen Steigerung der Qualität des dargebotenen Contents; böse Zungen würden behaupten, dass stattdessen nach immer neuen Wegen gesucht wurde, sich mit so wenig Aufwand wie möglich ein Stück vom Kuchen zu sichern - durchaus mit Erfolg, wie z. B. die Vielzahl an von jeglicher Schöpfungshöhe befreiter Streams zeigt, in denen lediglich auf Fremdcontent reagiert oder sich halbnackt auf Betten geräkelt wird. In der heutigen Folge versuchen wir zu erörtern, ob man hier eher den Streamern oder den Zuschauern einen Vorwurf machen sollte; ob auch Non-Content seine Vorzüge haben kann und welche Änderungen an den Plattformen möglicherweise zu einer Qualitätssteigerung oder zumindest einer besseren Auffindbarkeit der verbliebenen Streams mit einem qualitativen Grundanspruch sorgen könnten.