Giorgia Meloni, italienische Ministerpräsidentin und Pin-Up Girl der Ultrarechten, demonstriert mal wieder eindrucksvoll, dass Rechtspopulisten den Linkspopulisten näher stehen, als viele wahrhaben wollen. Rund ein Jahr nach ihrem Amtsantritt beginnt sie auch schon mit der Umverteilung und erhöht die Steuern für jene gutsituierten Ausländer, die an Italien geglaubt haben und dort investiert bzw. ein Leben aufgebaut haben.
Ja, wir reden von den zehntausenden, die in Italien den sog. "Rückkehrer" oder Impatriati-Steuerstatus nutzen und für maximal zehn Jahre von hohen Steuervergünstigungen profitieren konnten.
Den Steuerstatus gibt es seit mehr als 10 Jahren und eigentlich gab es einen Konsens zwischen rechtem und linken Spektrum, dass dies ein für Italien sinnvolles Programm ist. Ein Land immerhin, dessen Bevölkerung schrumpft, dessen junge Leute auswandern und dessen Schulden ins Unermessliche steigen, während immer mehr Italiener in der Armut leben.