Liebe Hörerinnen und Hörer!
Heute geht es weiter mit dem geistigen Adventskalender und es öffnet sich die zweite Tür!
Zum Dämon der Völlerei:
Der Gedanke der Völlerei suggeriert dem Mönch ein schnelles Scheitern seiner Askese. Er hält ihm seinen Magen vor Augen, seine Leber, seine Mild, die Wassersucht, eine lange Krankheit, den Mangel an Notwendigen und das Fehlen eines Arztes. Oft lässt er ihn auch an bestimmte Brüder denken, die in diese Leiden gefallen sind. Manchmal fordert er diese Kranken auch auf, sich selbst zu den Asketen zu begeben und ihnen von ihrem Geschick zu erzählen, indem sie vorgeben, wegen ihrer Askese so geworden zu sein.
Evagrius Pontikus: Praktikos 7
Zum Laster der Völlerei:
Gegen den Gedanken, der mich wegen meines Lebens in harter Armut verbittert: Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. (Ps 23,1) Evagrius Pontikus: Antirrhetikos I, 11
Viel Freude damit!
und eine besinnliches Adventszeit!
Eure,
Barbara
P.S: Die Musik im Hintergrund stammt von meiner CD "Entre le Boeuf et l'Âne Gris". Wer diese CD erwerben möchte, oder streamen möchte, kann sie entweder bei mir bestellen oder auf Spotify anhören!