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Liebe Hörerinnen und Hörer!

Heute geht es weiter mit der 4. Tür unseres Adventskalenders!

Zum Dämon der Traurigkeit:

Die Traurigkeit entsteht manchmal durch Frustration der Wünsche, manchmal ist sie eine Folge des Zorns. Wenn sie durch Frustration der Wünsche entsteht, dann geht das so: Zunächst kommen einem Gedanken, die die Seele sich an das Haus, die Eltern und den früheren Lebenswandel erinnern lassen. Und wenn sie sehen, dass die Seele anstatt Wider­stand zu leisten, ihnen folgt und sich innerlich an den Vergnügungen freut, dann nehmen sie die Seele und tauchen sie in Traurigkeit, da ja das Frühere nicht mehr ist und wegen des gegenwärtigen Lebens auch nicht mehr sein kann. Und je mehr sie sich an den früheren Gedanken erfreut hat, desto mehr wird sie durch die folgenden entmutigt und niedergedrückt. Evagrius Pontikus: Praktikos 10

Zum Laster der Traurigkeit:

Gegen die Seele, die in Furcht und Zittern gerät vor dem Dämonen, die sich ihr zeigen, und die meint, dass der Herr sie verlassen habe: Ein barmherziger Gott ist der Herr, dein Gott. Er wird dich nicht aufgeben und verderben (Dtn 4,31)  Evagrius Pontikus: Antirrhetikos IV, 16

Zu einer anderen Anfechtung:

Gegen den Dämon, der mir die Sünden meiner Jugend vorhält: Ist also einer in Christus, ist er eine Neuschöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe es wurde neu. (2 Kor 5,17) Evagrius Pontikus: Antirrhetikos IV, 73

Viel Freude!

Eure,

Barbara