Zeitung lesen? Mach ich morgens, beim Frühstück. Bücher oder Filme? Gerne abends nach der Arbeit. Sport? Am liebsten am Wochenende. Und Besuch bei Freunden und Verwandten? Wann immer der Kalender es erlaubt... Irgendwie hat alles seinen Platz. Auch mein Christsein. Dafür ist der Sonntag reserviert. Oder habe ich da jetzt etwas falsch verstanden?
#verkuendigung #jesuschristus #erzaehlenvongott #pastoralverbundwendenerland #lennestadt #erzbistumpaderborn #katholischekirche #oekumene #Glaube #impulseundgedanken #gutewortefuerdiewoche #crossfire #tabor #taborpraynetwork #taborpodcast #taborcrossfire #christlicherpodcast #spiritualität #dekanatsuedsauerland #kreisolpe #kreissiegenwittgenstein #dekanatsiegen #jugendspiritualität #jugendpastoral #allzeitbereit #pfadfinder #jugendbewegung #badenpowell #lagerfeuer #hike
Und hier zum Nachlesen:
Ich bin Pfadfinder.
Also nicht mehr aktiv.
Ich fahre nicht mehr ins Lager.
Ich bin ewig nicht mehr gehiket.
Und Lagerfeuer mit Liedern,
Nachtwache und Küchendienst
sind auch schon ziemlich lange her.
Aber im Herzen
– da bin ich immer noch Pfadfinder.
War einfach eine ziemliche coole Zeit.
Ich war stolz wie Bolle,
als ich meine erste Kluft bekam.
Ich weiß auch noch,
wie ich meinen Hut aus Wollfilz
in unserer Badewanne
in einem aufwändigen Verfahren in Form gebracht habe.
Wie ich das grüne Halstuch
– das Erkennungszeichen der Jungpfadfinder,
der „Juffis“ – bekam.
Wie gesagt:
War eine tolle Zeit.
In Erinnerung geblieben ist mir auch der Pfadfinder-Gruß:
Die erhobene Hand
mit dem Daumen über dem kleinen Finger,
den nach oben weisenden restlichen drei Fingern
und dazu dann das gesprochene „Allzeit bereit!“.
Diesen Gruß habe ich auch ewig nicht mehr gemacht.
Äußerlich zumindest.
Im Innern ist der da wie eh und je.
Weil die Aussage weiter gültig ist.
Weil der ein Kernelement meines Glaubens ausdrückt:
Dicker Daumen über kleinem Finger
– als Erinnerung,
dass es die Pflicht des Starken ist,
den Kleinen zu schützen.
Und die drei gestreckten Finger
– die mir sagen,
dass ich eine dreifache Verpflichtung habe:
Gegenüber Gott,
gegenüber meinen Mitmenschen
– und gegenüber diesen Regeln.
Und dann eben dieses „Allzeit bereit“.
Die weitreichendste Aussage.
Weil das alles eben nichts ist,
was nur im Zeltlager oder bei den Stammestreffen gilt –
sondern immer.
Das „Allzeit bereit“
– das macht deutlich:
Pfadfinder –
das bin ich immer.
Meine Pflichten –
die gelten jeden Tag.
Jesus fordert übrigens genau das.
Er erzählt seinen Freunden die Geschichte von zehn Frauen,
die auf ihren Herrn warten,
der irgendwann in der Nacht ankommen soll.
Fünf von denen nehmen nur ihre Lampen mit,
die anderen fünf ihre Lampen und zusätzliches Öl.
Weil sie nicht wissen,
wie lange sie warten müssen.
Am Ende ist es dann tatsächlich so,
dass die einen im übertragenen Sinne „bereit“ sind,
als ihr Herr nach Hause kommt.
Deren Lampen brennen noch.
Sie haben noch Öl.
Die anderen fünf nicht.
„Allzeit bereit“ sein –
das fordert Jesus von mir.
Bereit sein zum Anpacken,
wenn meine Hände gefragt sind.
Bereit sein zum Zuhören,
wenn mein Ohr gebraucht wird.
Bereit sein zum Vergeben,
wenn mein Herz gefordert ist.
Sogar bereit sein,
mich selbst zu lieben,
wenn gerade mal wieder alles an mir –
mein Gewicht, mein Aussehen, mein Verhalten -
so gar nicht liebenswert ist.
Klar weiß Er,
dass mir das wahrscheinlich nicht immer gelingen wird.
Und glücklicherweise ist der liebe Gott ziemlich nachsichtig.
Aber: Er lässt mich schon wissen,
dass Er mich ganz und gar und jederzeit möchte.
Weißt Du,
vor einigen Jahren lief in den Kinos „Der Fluch der Karibik“ –
mit dem wunderbaren Johnny Depp als Captain Jack Sparrow.
An einer Stelle
– als Jack merkt,
dass es jetzt ziemlich gefährlich wird –
vertraut er sich e