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Benedikt Kauertz erläutert in diesem Podcast, warum der Getränkekarton in vielen Fällen nachhaltiger verpackte Füllgüter realisiert als Glasflaschen oder Einweg-PET-Flaschen. Es kommt auf die Systemgrenzen in den Lebenszyklusanalysen (LCA) an. Und es ist ein großer Unterschied, ob ein lange haltbares oder nur kurzlebiges Füllgut transportfähig abgepackt werden soll.

So schneidet bei den meisten Einweglösungen das Glas besonders schlecht ab, wenn es um Nachhaltigkeitsaspekte wie Energieverbrauch, CO2 Fußandruck oder Wasserverbrauch geht. Glas punktet in Mehrweglösungen.

Hingegen kann die PET-Einwegflasche durch ihre gute Wiederverwertbarkeit punkten – egal ob Einweg – oder Mehrwegsystem. Dabei spielen Pfandsysteme eine bedeutende Rolle.

Obwohl der Werkstoff PET besondere Recyclingvorteile im Vergleich zu Getränkekartons zeigt, schneidet der oft noch besser ab – insbesondere bei langen Haltbarkeiten, wo das PET eine Barriere braucht und dadurch seien Recyclingqualitäten teilweise verliert. Da reicht dem Getränkekarton dann der nachwachsende Rohstoff Papier und das Recycling desselben aus, auch wenn Kunststoffe und Alu-Schicht verbrannt werden, um auch die PET-Flasche in bestimmten Gebieten zu schlagen.

Das ifeu Institut als unabhängige Prüf- und Bewertungsstelle, arbeitet bei seinen Studien dabei immer im Detail und im Kundenauftrag. So dauert eine systematische Studie von hier 3 Materialien für verschiedene Haltbarkeiten und Füllgüter nicht selten mehrere Monate oder sogar Jahre. Kein Wunder, dass nur Experten im Detail abschätzen können, welches Packmittel denn nun das Richtige ist. Aber Kauertz gibt auch eine Faustformel mit auf den Weg. Soviel nachwachsende Rohstoffe wie möglich und soviel Produktschutz wie nötig.

Erleben Sie live, wie umfangreich ein LCA sein kann und warum niemand aus der Hüfte sagen kann, ob Plastik, Papier oder Glas der richtige Packstoff sind – es kommt wie so oft einfach drauf an.