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#19 - Ask The Coach 5 - Rudern vs. Klimmzug

Genau wie der Split Squat nicht die Kniebeuge ersetzt, ersetzt Rudern nicht den Klimmzug!

Rudern mit Kabelzug, Lang- oder Kurzhantel hat diesen großen Nachteil gegenüber Klimmzügen:

➡️ Der Rückenmuskel mit dem größten Progressionspotential, der Latissimus, wird nicht komplett verlängert bzw. gestretcht.

Dementsprechend werden

1️⃣ nicht alle Muskelfasern rekrutiert u. trainiert

2️⃣ der Sehnenanteil des Muskels nicht belastet u. somit auch nicht trainiert.

Damit sollte sich die Frage „Rudern äquivalent zu Klimmzug?“ eigentlich erübrigen.

Grundsätzlich ist fraglich, ob man die beiden Übungen überhaupt miteinander vergleichen kann, da der Klimmzug ein vertikales und Rudern ein horizontales Zugmuster hat.

Wann wird Rudern dann überhaupt im Programm-Design eingesetzt?

Aus meiner Sicht gibt es 3 Gründe, die trotzdem für die Integration ins Trainingsprogramm sprechen:

1️⃣ Unilaterales (= einseitiges) Training (siehe Bild) kann Dysbalancen beseitigen

3️⃣ Mehr Volumen durch mehr Wiederholungen möglich und somit höhere Stoffwechselanpassungen und mehr Muskelwachstum (Hypertrophie)

3️⃣ Größere Range of Motion, da sich die Ellenbogen weiter nach hinten bewegen können.

Diese 3 Punkte treffen jedoch nur auf Rudern mit Kurzhantel o. Kabelzug zu, weshalb ich Langhantel-Rudern kaum/gar nicht integriere. Langhantel-Rudern hat den weiteren Nachteil, dass hierbei der Oberkörper nicht wie im Bild gezeigt vom gegenüberliegenden Arm stabilisiert wird und somit bei höheren Lasten die fehlende Kraft des unteren Rückens limitierend wirkt.

Im vorigen Post „Übungsauswahl: Rudern mit Seil zum Hals“ findest du ein Beispiel, wie du Rudern in dein Training integrieren kannst.

👉🏼 Also: Werde stark im Klimmzug und ergänze dein Training mit Rudern.

Wenn dich das Thema interessiert, kannst du dir in der gleichnamigen Podcastfolge anhören, wie wir noch tiefer auf die einzelnen hier angesprochenen Punkte eingehen.

Maximilian Obrocki:

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