Joachim Hake im Gespräch mit Marko Martin, 4.02.2021, 12:02 Uhr
Marko Martin „Dissidentisches Denken. Reise zu den Zeugen eines Zeitalters, Berlin 2019“ ist eine Liebeserklärung an die Freiheit und den Mut des Denkens, an das Leben und Lesen in den Gewalterfahrungen und Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. In emphatisch-essayistischen Porträts von Jürgen Fuchs, Melvin Lasky, Czesƚaw Miƚosz, Tomas Venclowa und vielen anderen wird das Wasserzeichen eines Denkens ansichtig, das den Herausforderungen von Gewalt und Unfreiheit ohne Moralismus, mit Sinn für Freundschaft und für die Not des Anderen zu bestehen versucht. In seinen Reisen erschließt Marko Martin verborgene Netzwerke an Freundschaften, in denen die unprätentiöse Maxime von Hans Sahl: „Gescheit sein und gütig – und nie das eine ohne das andere“ anerkannt ist und sich gegen die bornierte „Internationale der Einäugigen“ (Ralph Giordano) stellt.
Marko Martin lebt, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. In der Anderen Bibliothek erschienen außerdem seine Bücher Schlafende Hunde und Die Nacht von San Salvador. Zuletzt bei Tropen: Die verdrängte Zeit. Vom Verschwinden und Entdecken der Kultur des Ostens, Stuttgart 2020.
Weitere Folgen im Podcast zwei nach zwölf. Gespräch über Gott und die Welt