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Die Medici und Florenz, gelten oft als gleichbedeutend mit der italienischen Renaissance. Aber natürlich greift das zu kurz. Einen Stimmungs- und Sinneswandel gab es nicht nur in Italien und erst recht nicht nur in Florenz. Auch hat sich die Renaissance und ihre geistigen Nachfolger viel zu groß gemacht. Wie mittlerweile allgemein bekannt, war das "dunkle" Mittelalter nicht so dunkel und dumm wie wir es als Kinder oft gehört haben. Und Florenz war de facto eine Oligarchie, die von mehreren Familien angeführt wurde, nicht nur von den Medici. Und doch stimmt, dass sie lange Zeit die Stadt und ihre Gefilde fast komplett kontrolliert haben. Und natürlich hat es geholfen, dass vor allem Lorenzo de' Medici ein Gönner vieler bedeutsamer Künstler war. Wer Michelangelo, Botticelli und vor allem Leonardo da Vinci auf seiner Gehaltsliste hatte, der wird sich auf die ein oder andere Art unsterblich machen.

Als Bänker mit politischem Geschick sind die Medici groß geworden und haben für knapp 100 Jahre die Stadt beherrscht. Spannend fand ich aber immer die kurze Zeit in der Girolamo Savonarola einen wahnsinnigen Einfluss auf die Stadt und ihre Bevölkerung gewann. Er demokratisierte auf dem Papier die Stadt, aber baute vor allem eine Sittenherrschaft auf. Zumindest vom Namen her kennen viele wahrscheinlich das "Fegefeuer der Eitelkeiten" in dem als sündhaft bezeichnete (meist teure) Besitztümer in aller Öffentlichkeit verbrannt wurden. Auch schaffte er es Karl VIII als seinen Verbündeten zu gewinnen und so die militärisch in dieser Zeit wichtigste Instanz (Karl VIII war allerdings König von Frankreich; keine Missverständnisse) auf seine Seite zu ziehen. Am Ende wurde er abgesetzt, gefoltert und in aller Öffentlichkeit verbrannt. Grausamkeit, kann ja nicht nur die Bibel!

Also Leute; lest was dazu. Es lohnt sich! Oder spielt zumindest Assassins Creed II ...

2. Buch Samuel, Kapitel 4-5

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