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Zeitdruck und Stress sind für die meisten Führungskräfte das ganze Jahr lang ein Thema. Vor dem Sommerurlaub ist man aber oft richtig am Rotieren. Man will alles abarbeiten, erledigen und vorbereiten und weiß im Prinzip ganz genau, dass nach dem Urlaub die Pipeline trotzdem überquellen wird. Überstunden nehmen vor dem Urlaub noch mehr zu und nicht selten arbeitet man auch am Wochenende, um vor dem Urlaub wirklich alles zu schaffen. Gibt es einen Möglichkeit, diesem Zeitdruck und Stress zu entkommen und vor und nach dem Urlaub entspannt zu bleiben?

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an unseren letzten Kurzurlaub in Prag. Mein Mann und ich lieben diese alte Stadt. Wir genießen es jedesmal aufs Neue, über die Karlsbrücke zu schlendern, auf der, trotz der Masse an Touristen, die besondere Geschichte und der einmalige Flair Prags deutlich zu spüren sind. Auf dieser alten Brücke werden Schmuck und Souvenirs verkauft. Musiker spielen melancholische Lieder und Maler malen kunstvolle Bilder, direkt vor Ort.

Wir stellen uns hin und beobachten einen dieser Künstler. Er malt, völlig unbeeindruckt von den Menschen um ihn herum, ein wunderschönes Bild von der Moldau. Regelmäßig macht er eine kurze Pause. Er legt seinen Pinsel hin, lehnt sich zurück, nimmt Abstand zu seiner Leinwand und betrachtet versunken sein halbfertiges Werk. Nach einigen Minuten tunkt er seinen Pinsel wieder in die Farbe, bessert an einer kleinen Stelle etwas aus und arbeitet schwungvoll weiter. Er macht diese kurzen Pausen regelmäßig und nimmt immer wieder Abstand zu seinem Werk, das noch lange nicht fertig ist.

Genauso ist es in der Arbeit als Führungskraft. Auch wenn Führungsarbeit nach außen  hin sicherlich nicht wie ein wundervolles Gemälde von der Moldau aussieht, ist sie doch eine gewisse Form von Kunst. Um als Führungskraft das Große und Ganze im Blick zu behalten und wirklich gute Arbeit zu leisten, ist es deshalb unerlässlich, immer wieder eine  kurze Pause einzulegen, zu unterbrechen und einen gesunden Abstand zu seinem Führungswerk zu nehmen, gerade im größten Stress.

Wir brauchen Unterbrechung. Auch wenn wir vor dem Urlaub alles abarbeiten wollen. Schnell noch den Bericht zu Ende schreiben, die Tabelle aufsetzen, die 175 E-Mails (pro Tag) beantworten und das Mitarbeitergespräch zwischendurch einschieben. Noch “kurz”ein letztes Meeting vorbereiten und den einen Kollegen zurückrufen …. und so geht es unendlich weiter. Die Pipeline wird niemals leer.

Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, mittendrin innezuhalten, sich zurückzulehnen und bewusst Abstand nehmen zu seinem Führungswerk. Nicht erst dann, wenn alles erledigt ist, das ist es sowieso nie. Sondern genau mittendrin! Denn mit einem kurzen Abstand, einem Perspektivenwechsel, geht die Arbeit tatsächlich viel leichter von der Hand und oft fällt einem ein, dass man doch viel mehr liegen lassen oder delegieren kann, als man denkt ….

Wenn du als Führungskraft gerade verärgert oder resigniert denkst: Das mag bei den anderen klappen, bei mir geht das aber nicht! Melde dich gerne zu einem kurzen Gespräch und wir unterhalten uns darüber, wie es genau bei dir möglich ist genügend Pausen einzulegen und dir genügend Abstand zu deiner Arbeit zu nehmen. Hier der Link zu meiner Planungsseite: https://aldonagiesbrechtconsulting.de/termin/