Die Wanderungsbewegung der Burgenländerinnen und Burgenländer nach 1945 ist, im Vergleich zu den Massenbewegungen von Flüchtlingen und Vertriebene als Folge des Krieges, verschwindend gering. Es dürften ca. 5000-6000 Personen bis 1980 nach Übersee gewandert sein. Ein kleiner Teil davon waren Personen, die in den USA geboren worden waren, jedoch im Burgenland aufgewachsen ware. Gründe für die Auswanderungen waren die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse, keine Arbeitsplätze vor Ort, fehlende Chancen und oftmals prekäre familiäre Verhältnisse. Verwandte in den USA boten die Chance auf ein besseres Leben. Die Verwandten boten auch die erste Sicherheit im Einwanderungsland, boten Unterkunft, oftmals "sponserten" sie auch die Nachfolgenden und übernahmen eine Bürgschaft dem amerikanischen Staat gegenüber. Die Bilder, die die Verwandten durch Briefe und Besuche erzeugt hatten, waren auf alle Fälle sehr wichtig für den Auswanderungswunsch. In den meisten Fällen war die Auswanderung nicht für "immer" geplant. Es gab ja immer noch die Möglchkeit der Rückkehr.