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„Schule muss von den Schülern her gedacht werden“ sagt Anke Langner. Aber: Welche Aufgaben hat denn nun eine Schule in unserer Zeit?

Anke Langner, studierte Pädagogin, promovierte Erziehungswissenschaftlerin, Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt inklusive Bildung an der TU Dresden ist als geschäftsführende Direktorin und Projektleiterin der Forschungsstelle Universitätsschule zuständig für die wissenschaftliche Begleitung des Schulversuchs Universitätsschule Dresden, einer „Schule der Zukunft – ein Lernort ohne Noten?“

Am 19. August 2019 öffnete die Universitätsschule Dresden das allererste Mal die Türen für 200 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1, 2, 3 und 5.

Worin unterscheidet sich eine Universitätsschule von herkömmlichen staatlichen und privaten Schulen? „Zum Beispiel dadurch, dass es Projekte statt Fächer gibt“, sagt Anke Langner und erklärt, wie das funktioniert und auch wie Schülerinnen und Schüler dort zum Lernen, Lehrkräfte zum Unterrichten motiviert werden. Bis zur 9. Klasse gibt es keine Zensuren und dennoch werden Leistungen bewertet. Und damit kommen die Schülerinnen und Schüler gut zurecht, die Eltern aber wohl eher weniger. Für die ist es das größte Problem, nicht vergleichen zu können, sagt meine Interviewpartnerin. „In der anderen Schule sind sie schon auf Seite xx im Lehrbuch, und wo ist mein Kind?“ fragen sich die Eltern.

Und ich frage, wie die Universitätsschule denn von der Gesellschaft angenommen wird und ob die Entwicklung der künstlichen Intelligenz, kurz KI genannt, die Lehrerinnen und Lehrer nicht bald überflüssig machen wird.

Klare Fragen und ebenso klare Antworten, die sich anzuhören lohnen.