Mutig (oder naiv) waren wir im Sommersemester 2022 mit Folge #01 zur Subsumtion gestartet. Die dauerte dann erstens zu lang und war zweitens nicht besonders prickelnd. Wir haben uns deshalb entschlossen, das Thema Subsumtion (im Herbst 2022) neu anzugehen und auf zwei Teilfolgen aufzuteilen. #01a hat erklärt, was Subsumtion ist, wozu sie gut ist und wie sie funktioniert. #01b will das nun an einem konkreten Beispiel veranschaulichen.
A propos Beispiel. Hier ist das Beispiel in voller Länge nachzulesen:
Student Stefan Steiger fährt, nüchtern und stark übermüdet, nach einer privaten Feier gegen 1 Uhr morgens mit dem Rad nach Hause. Er ist so dermaßen müde, dass er auf dem Rad kurz einschläft. Steiger wacht wieder auf, als er mit dem Rad mit 15 km/h gegen ein am Rand ordnungsgemäß geparktes Auto, einen VW Golf, stößt. Durch den Aufprall wird der Lack des Autos verkratzt, der linke Außenspiegel beschädigt und die Fahrertür eingedellt. Der Krach weckt Gerd Genscher, dem das Auto gehört. Er eilt nach draußen, hilft Steiger aufzustehen, erkundigt sich nach seinem Zustand (gut!) und betrachtet die Schäden am Auto. Genscher und Steiger tauschen ihre Kontaktdaten aus. Die Schäden am Auto können in einer Fachwerkstatt für 2.000 € (inkl. Umsatzsteuer) repariert werden.
Kann Genscher von Steiger Ersatz der Reparaturkosten iHv. 2.000 € verlangen?
Und auch die Anspruchsgrundlage, die im Podcast mittels Subsumtion "durchgeprüft" wird, kann hier in Ruhe studiert werden, nämlich § 823 Abs. 1 BGB:
„Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“
Wie stets gilt: Feedback hilft uns bei der Weiterentwicklung und ist herzlich willkommen!