Die Hauptgründe für Trotzanfälle sind
- Zu wenig Schlaf! Heutige Kinder schlafen oft eine Stunde weniger als wir damals!
Grund dafür sind die vielen
Nachmittagsaktionen, Termine, Digitale Medien, weniger feste Essens / Schlafenszeiten.
Es ist bewiesen, dass Kinder trotziger sind, sich weniger konzentrieren können
und unkreativ sind, wenn sie zu wenig Schlaf bekommen.
- Hunger, denke an feste Essenszeiten und gesunde
Snacks
- Zu viele Termine / Eindrücke / Übergänge
- Dein Kind fühlt sich zu wenig gesehen. Es
braucht nicht viel Zeit mit dir allein, aber wenige Minuten zwischen unserem
hektischen Alltag und Haushalt helfen hier.
- Autonomiephase und das Kind ist motorisch noch
nicht so weit, wie es im Kopf denken kann. Es möchte etwas unbedingt allein
schaffen, aber ist motorisch noch nicht so weit. Und zusätzlich möchte es vieles
selbst machen, zum Beispiel den Tisch decken, den Lichtschalter drücken oder
die Milch aus dem Kühlschrank holen. Wehe du machst es. Dann heißt es schnell
die Milch zurück und dein Kind auffordern es zu holen. Kinder wollen irgendwann
ausziehen und dafür bereiten sie sich früh vor 😊. Denke als immer wieder, was kannst du als
Aufgabe deinem Kind geben, und was sollte dein Kind unbedingt selbst machen. Es
hilft auch, wenn du dein Kind fragst, ob du die Milch holen kannst oder ob es
das selbst machen will. Wir wollen oft, dass alles möglichst schnell geht, aber
oft hilft es, hier ein paar Minuten zu investieren. Es wird mit den Monaten
auch wieder besser und du darfst den Tisch allein decken etc.
Kannst du unter der Woche einige Termine streichen? Unsere
Eltern sind oft mit uns unter der Woche auch nicht einkaufen gegangen (wo viele
Reize warten), haben wenig Freundinnen unter der Woche zum Quatschen getroffen,
waren nicht auf den größten Spielplätzen, wo viele Menschen sind.
Nimm Druck raus und gehe in die Natur und verbringt Zeit
zusammen. Plane eine feste Zeit, wann ihr wieder nach Hause geht, und starte
rechtzeitig mit dem Ins Bettgeh-Ritual.
Frage dein Kind nicht, ob es müde ist und ob es ins Bett
gehen möchte. Du als Elternteil entscheidest, wann es ins Bett geht. Sage dann,
jetzt geht’s ins Bett, die Gute Nacht Geschichte wartet. Der Kitzelwurm, den
kann dein Partner spielen scheucht dann die Kinder Richtung Badezimmer /
Schlafzimmer. Je mehr Spaß ihr einbaut, desto leichter fällt es allen. Die Gute-Nacht-Geschichte
braucht wirklich lang zu sein. Hauptsache dein Kind verbindet etwas positives
mit dem „Ins Bett gehen“.
Wichtig ist auch, dass wenn es dir wichtig ist, du deinem
Kind beibringen kannst, allein einzuschlafen. Kinder können sehr einfordernd
sein, aber sie lernen neue Rituale schnell und du hast wieder Abende für dich!
Ich verlinke dir mein Video dazu.
Viel Spaß beim Anschauen.
Deine Sabine