Oft ist es nicht unsere Angst oder unser Zorn, der uns von einer Veränderung abhält. Vielmehr sind es tief eingeschliffene Gewohnheiten, die Zorn oder Angst als vertraut erscheinen lassen, etwas, mit dem man unzugehen gelernt hat. Etwas vollkommen anderes zu tun, und sei es noch so positiv, sich freuen und fröhlich sein beispielsweise, fühlt sich dann innerlich wie eine Bedrohung der eigenen Identität an.
Deshalb reagieren Klienten oder wir selbst oft negativ auf positive Ansätze. Um zu verhindern, dass jemand in alte Muster zurückfällt, muss man den Aspekt der Gewohnheitsbildung einbeziehen. Sonst ist die Angst gleich wieder da, nachdem das Mittel abgesetzt wurde.
Im Podcast besprechen wir, wie sich Entscheidungen verselbstständigen, zu Gewohnheiten werden und schliesslich unsere Identität bestimmen. Um Veränderungen zu ermöglichen, empfiehlt es sich, neben den zielgerichteten Blüten auch solche einzusetzen, die das Loslassen des alten Musters erleichtern.