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Herzlich Willkommen zu den JAN ULLRICH ULTRAS, dem einzigen Podcast, bei dem man schon beim Zuhören automatisch in den Wiegetritt geht.
Hier geht’s nicht um Wattwerte - hier geht’s um Legenden.
Und heute… ja heute sitzt hier jemand, bei dem im Peloton früher automatisch die Alarmglocken angingen. Einer, der im Finale nicht lange diskutiert hat.
Wenn der Zug anrollte, war das ungefähr so subtil wie ein Güterzug durch eine Fußgängerzone. Unser heutiger Gast hat über 150 Profisiege eingefahren.
Er hat Tour-de-France-Etappen gewonnen, Giro-Etappen, Vuelta-Etappen, Klassiker, nationale Titel - im Grunde alles außer vielleicht dem Bergtrikot auf dem Galibier, aber selbst da hätte man kurz überlegt.
Im Sprint nannte man ihn Gorilla.
Nicht weil er im Zoo arbeitet - sondern weil, wenn er 300 Meter vor dem Ziel antritt, plötzlich alle anderen Fahrer aussehen wie Leute, die eigentlich nur kurz Brötchen holen wollten.
Er war jahrelang der Mann, der in den Massensprints Dinge getan hat, die physikalisch eigentlich nur mit Raketenantrieb erklärbar sind. Ein Fahrer, der in der letzten Kurve noch 15 Plätze gutmachen konnte - und dabei aussah, als hätte er gerade erst angefangen warmzufahren.
Und jetzt kommt eine dieser absurden Radsport-Fakten, bei denen man kurz denkt, Wikipedia hätte sich vertippt:
2000 wurde André Greipel Deutscher Meister am Berg.
Ja, richtig gehört.
Der Mann, der später jahrelang Massensprints mit der Eleganz eines Vorschlaghammers gewonnen hat… war offiziell mal Deutschlands bester Bergfahrer.
Und das Beste: Er kommt aus Deutschland, aus Rostock, und hat dem internationalen Sprint-Zirkus über Jahre gezeigt, dass norddeutsche Zurückhaltung spätestens bei 70 km/h im Finale komplett aufhört.
Also lehnt euch zurück, schaltet einen Gang hoch, haltet euch am Lenker fest - denn heute ist bei uns zu Gast:
André Greipel.


André, schön dass du da bist.