In Matt. 5,27 sagt Christus, dass er nicht gekommen sei um Gesetz und Propheten aufzuheben, sondern um zu erfüllen - dies gelte auch für das sechste Gebot. So zieht Johannes Paul II in dieser Katechese die Propheten heran, um aufzuzeigen, dass bereits in ihnen der wahre Sinn dieses, im alten Bund so oft verdrehten, Gebotes klargestellt wird. Denn durch den Vergleich von Ehebruch mit Götzendienst wird klargemacht, dass ersterer nicht aufgrund einer etwaigen Eigentumsverletzung sündhaft ist, sondern „weil er den personalen Bund zwischen Mann und Frau bricht.“ Das Element des Bundes sei also essenziell sowohl um die monotheistische Beziehung von Gott und Israel als auch die monogame Ehe von Mann und Frau zu verstehen.