In dieser Folge geht es um den „Menschen der Begehrlichkeit“ - um den Blick, der den anderen nicht mehr als Geschenk wahrnimmt, sondern zum Objekt des Verlangens macht. Von der Bibel bis zur Weltliteratur (Sirach, Augustinus, Dante) wird die Dynamik ungeordneten Begehrens beschrieben: ein unstillbares Feuer, das nie erfüllt. Diese innere Unruhe verdrängt das Gewissen und wird in Mt 5,28 von Jesus direkt aufgegriffen.