Christus konfrontiert den geschichtlichen, gefallen Menschen in der Bergpredigt mit einem neuen Ethos. Christus ruft uns allerdings nicht dazu auf, zu jenem ursprünglichen Zustand, d.h. zum „Anfang“, zurückzukehren (was tatsächlich ein Ding der Unmöglichkeit wäre), sondern verweist vielmehr auf die kommende Erlösung: So soll „im Ethos der Erlösung des Leibes (…) das ursprüngliche Ethos der Schöpfung neu verwirklicht werden.“ Die ursprüngliche Fülle der Gerechtigkeit und Liebe kann so zurückgewonnen werden. Wie ein Mechaniker verweist Christus in der Bergpredigt auf das Zerbrochene, um es zu reparieren: Christus klagt nicht an, sondern ruft, um uns zu heilen, damit Mann und Frau, in ihrer Leiblichkeit und Gemeinschaft, erneut Bild und Gleichnisse des dreifaltigen Gottes sein können.