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Description

🎙️ **1. Was ist das Verbrennerverbot 2035 überhaupt?**

* Ursprünglich hat die **Europäische Union im Rahmen ihres „Fit-for-55“-Klimapakets beschlossen, dass ab **2035 keine neu zugelassenen Pkw mit Verbrennungsmotor – also Benzin oder Diesel – mehr verkauft werden dürfen.** Das wäre ein faktisches *Verbot neuer Verbrennerfahrzeuge*.

* Ziel war es, die CO₂-Emissionen aus dem Straßenverkehr massiv zu senken und den Wechsel zu klimafreundlicher Mobilität, etwa Elektroautos, zu beschleunigen.

🎙️ **2. Warum wurde dieses Verbot eingeführt?**

🌍 **Klimaschutz**

* Der Verkehrssektor ist einer der großen CO₂-Verursacher in Europa. Ohne starke Maßnahmen würden die Emissionen dort kaum sinken.

* Durch das Verbot sollten **Emissionen im Pkw-Bereich bis 2035 praktisch auf null gedrückt werden**, weil reine Elektro- oder andere emissionsfreie Fahrzeuge dann dominieren müssten.

🫁 **Gesundheit und Luftqualität**

* Weniger Verbrennungsabgase bedeuten sauberere Städte mit besserer Luft und weniger gesundheitlichen Belastungen durch Schadstoffe.

🔋 **Technologie- und Wirtschaftsstrategie**

* Die Regeln waren auch ein klarer Anreiz für Autohersteller, in Elektromobilität und klimafreundliche Technologien zu investieren.

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🎙️ **3. Wie war der ursprüngliche Plan?**

* Ab **2035 sollten neue Pkw praktisch keine CO₂-Emissionen mehr ausstoßen**, was streng genommen **nur mit Elektro- oder anderen emissionsfreien Autos möglich wäre**.

* Damit wären **Verbrennungsmotoren für Neuwagen faktisch vom Markt verschwunden.

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🎙️ **4. Neuer Stand (Stand: Anfang 2026)**

⚠️ **Wichtige Entwicklung:**

Die EU-Kommission hat eine *Kehrtwende* bzw. eine **Reform des Verbrennerverbots vorgeschlagen.

🔄 **Was hat sich geändert?**

* Das strikte Verbot ist nicht mehr vorgesehen. Stattdessen soll ein **CO₂-Flottenziel ab 2035 von „praktisch Null“ auf eine **90 %-Reduktion im Vergleich zu 2021** angepasst werden.

* Die verbleibenden **10 % Emissionen müssen durch andere Maßnahmen ausgeglichen werden**, z. B. durch:

* Verwendung von **„grünem Stahl“** (CO₂-armes Material in Fahrzeugen),

* Einsatz von **klimaneutralen Kraftstoffen** wie E-Fuels oder Bio-Kraftstoffe.

🧩 Voraussetzung

* Dieser neue Vorschlag muss noch **vom EU-Parlament und den Mitgliedstaaten bestätigt werden**, bevor er wirklich Gesetz wird.

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🎙️ **5. Warum diese Kehrtwende?

🏭 Druck der Industrie

* Autohersteller und mehrere EU-Länder (z. B. Deutschland, Italien, Polen) fordern mehr Flexibilität, da der Umstieg auf E-Autos langsamer verläuft als erwartet.

🌍 **Globale Wettbewerbsfähigkeit

* Europa will seine Autoindustrie gegenüber Wettbewerbern (z. B. aus China) nicht „überregulieren“ und eine zu schnelle Marktverschiebung vermeiden.

💡 **Technologieoffenheit

* Befürworter der Reform argumentieren, dass verschiedene Antriebstechnologien – auch klimafreundliche Hybride oder synthetische Kraftstoffe – sinnvoll sein könnten.

🎙️ **6. Einschätzung und Ausblick

📊 **Für Verbraucher

* Selbst wenn die Regeln gelockert werden, wird der Markt weiter in Richtung E-Mobilität wachsen – aus Verbrauchernachfrage, Kosten und Ladeinfrastrukturgründen.

⚖️ **Für Politik und Klima

* Die Reform ist ein **politischer Kompromiss**, der Klimaschützer und Industrie stärker ins Boot holen soll. Viele Umweltschützer sehen darin aber einen Rückschritt.

📆 **Was sich noch ändern kann

* Die finale Entscheidung steht erst nach dem Gesetzgebungsprozess in EU-Institutionen.

* Der sogenannte Fit-for-55-Paket-Review und weitere Debatten werden darüber bestimmen, wie „sauber“ der Straßenverkehr der Zukunft wirklich sein wird.

🎙️ **7. Fazit

👉 Das Verbrennerverbot 2035 war ein starkes politisches Signal für den Klimaschutz und die Verkehrswende.

👉 Aktuell steht es **nicht mehr als striktes Verbot**, sondern wird zu einem **flottenweiten Emissionsziel mit mehr Flexibilität** umgebaut.

👉 Die Diskussion zeigt das Ringen zwischen **Klimazielen, Industrieinteressen und technologischer Realpolitik** in Europa.