Dieser Aufsatz markiert einen Wendepunkt – weg von der Dokumentation von Ereignissen hin zur Benennung der sie verbindenden Regierungslogik. The Domestic Terrorist in the Oval Office argumentiert, dass Donald Trumps Präsidentschaft politische Gewalt nicht nur toleriert, sondern durch ein System der zugelassenen Angst funktioniert: Feinde werden benannt, Verantwortlichkeiten werden verwischt und Gewalt wird entschuldigt, ohne jemals angeordnet worden zu sein.
Terrorismus, so argumentiert der Aufsatz, definiert sich nicht durch Spektakel oder Kostüme, sondern durch seine Funktion – dadurch, ob Angst als Instrument der Regierungsführung eingesetzt wird und Gewalt den demokratischen Konsens ersetzt. Trump erteilt selten Befehle, sondern regiert durch Andeutungen und schafft eine Atmosphäre, in der Einschüchterung als legitim empfunden wird und Konsequenzen optional erscheinen.
Das Ergebnis ist nicht Chaos, sondern Kohärenz: eine politische Methode, die Drohungen mobilisiert, Gewalt als Verteidigung rechtfertigt und die Wahrheit erst dann offenbart, wenn ihre korrigierende Kraft bereits verflogen ist. Die Gefahr liegt nicht in rhetorischer Übertreibung, sondern in sprachlichem Versagen – in unserer Weigerung, zu benennen, was geschieht, obwohl Benennung immer noch wichtig ist.
~Dunneagin