Anlässlich des Todes von Jürgen Habermas reflektiert diese Folge über das monumentale Erbe der Diskurstheorie und deren Bedeutung für die moderne Rechtswissenschaft. Im Spannungsfeld zwischen dem „zwanglosen Zwang des besseren Arguments“ oder des herrschaftsfreien Diskurses und der Realität praktischer und herrschaftsgebundener Rechtsfindung diskutieren wir, ob Habermas’ Ideal heute noch als Legitimationsbasis taugt.
Ein Generationendialog über die Frage, wie viel Konsens das Recht braucht, um stabil zu bleiben.
Timestamps:
* [00:00] Intro: Jürgen Habermas – Warum das Recht einen Philosophen verliert.
* [04:12] Die dogmatische Basis: Der herrschaftsfreie Diskurs und die Zwänge der Praxis erklärt.
* [10:28] Recht Alt: Habermas in der klassischen Rechtsprechung und die Konsenstheorie der Wahrheit.
* [18:45] Recht Jung: Fragmentierung und digitale Räume – Ist das Ideal der herrschaftsfreien Kommunikation gescheitert?
* [25:50] Die prozedurale Legitimation: Warum wir Regeln brauchen, um uns streiten zu können
* [31:15] Fazit: Die Besinnung zum Diskurs im Kleinen und Großen als demokratische Notwendigkeit.