Jedes Jahr lehrt uns der Frühling, dass es Wunder gibt. Der Sprung des Lebens aus dem scheinbaren Nichts, lässt an den, wie tot erscheinenden Ästen der Bäume zuerst den Jubel der Blüte sprießen. Später folgen die jungen Blätter mit ihrem Licht durchtränkten zarten Grün, das nie wieder im Jahr so schön ist wie in der berauschenden Frühjahrs-Zeit.
Der Philosoph Jochen Kirchhoff nennt dieses Wunder: die Metaphysik des Frühlings.
Mit Texten von Jochen Kirchhoff, Marie Luise Kaschnitz, Inger Christensen, Novalis und Rainer Maria Rilke, erkunde ich weitere poetische und philosophische Positionen in diesem Sinne.
Jochen KirchhoffDie Rückkehr des LebensRäume, Dimensionen, Weltmodelle, Diederichs 1999
Marie Luise Kaschnitz”Wer ist’s?“ aus "Steht noch dahin“, Suhrkamp 1979
Inger Christensen"brief im april", Kleinheinrich Verlag, Münster Sich selber sehen möchte die Welt“ und "Die Wirklichkeit ist unwiderlegbar“ aus "sich selber sehen möchte die welt" Gedichte, Erzählungen und Essays aus dem Nachlass. Kleinheinrich Verlag, Münster 2022
Novalis
"Blüthenstaub" Nummer 18, 19 und 110Wallstein Büchergilde, oder im Gutenbergprojekt frei verfügbar
Rainer Maria Rilke„Die neunte Elegie", aus "Die Duineser Elegien", Insel Verlag, außerdem frei verfügbar im Gutenbergprojekt.