Shownotes
Annette von Droste-Hülshoff 1797–1848
In dieser Folge geht es um die westfälische Dichterin Annette von Droste – Hülshoff. Mit ihr beginnt der Realismus in der deutschen Literatur. Die vorgestellten (oder zum Teil zitierten) Gedichte sind: Am Turme, Unruh, Lebt wohl.
Die erwähnte “Jugendkatastrophe“ spielte sich auf dem Bökerhof, dem Sitz der Großeltern mütterlicherseits ab. Annette fühlte sich zu Heinrich Straube einem Bürgerlichen hingezogen, der ein Protegé ihres Cousins August von Haxthausen war. Dieser zettelte eine Liebesprobe an: Sein Freund August von Arnswald machte Annette den Hof. Arnswald war, was man heute smart nennen könnte und Annette geriet in Versuchung. Obwohl sie sich Arnswald gegenüber schließlich klar für Straube ausgesprochen hatte, inszenierte man eine Bloßstellung, die sie als wankelmütige, mit den Gefühlen zweier Männer spielenden Frau darstellte. Dass diese Liebesintrige öffentlich wurde und sich zu einem handfesten Skandal auswuchs, war traumatisch für die Dreiundzwanzigjährige und schlug eine tiefe Wunde in ihrem Leben.
Hier finden Sie weitere Informationen:
https://www.projekt-gutenberg.org/autoren/namen/droste.html
https://www.droste-portal.lwl.org/de/biographie/lebenslauf/