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Sonja ist selbstständige Stadtplanerin mit eigenem Büro, Immobilienökonomin, promovierte Philosophin, Mittfünzigerin, Ehefrau und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Ihre Lebensaufgabe ist Transformation und das hat natürlich in diesen Zeiten Hochkonjunktur.

Sie liebt und sucht die Widersprüche und daher ist es ihr nicht nur wichtig, Stadtplanung mit Beteiligungsprozessen zu verbinden, sie ist es auch gewohnt, bei Konflikten entspannt zu bleiben.

Ihr Rezept? Den Konflikt und Widersprüche als Quell von Veränderung sehen, als etwas, das Energie freisetzt und Potentiale bietet.

Was es dafür braucht? Eine wertschätzende und annehmende Grundhaltung und aktives Zuhören.
Diese Haltung fällt deutlich leichter, wenn man im Hier und Jetzt lebt, nicht zu viele Pläne macht und vielleicht nicht einmal Ziele hat.

Woher sie selbst diese Haltung hat? Eine große Rolle spielte sicher ihr Reitlehrer, der nicht müde wurde zu sagen: Lass den Sprung auf dich zukommen!

In ihrer eigenen Geschichte zeigt sich, wie spannend ein Lebensweg sein kann, wenn man diesen Prinzipien folgt. Sonja erzählt uns, wie sie als mittelmäßige Schülerin durch viel Fleiß einen Platz für ein Medizinstudium bekam, das sie aber dann doch nicht antrat; warum sie trotz einem spannenden Job als Stadtplanerin ein Immobilienökonomiestudium anging, nur um ihre Kund:innen besser zu verstehen; und wie sie innerhalb von einer Stunde über den Bauch entschied ein Promotionsangebot anzunehmen, trotz Vollzeitjob und Kindern.

Auch das ist Thema unseres Gesprächs: Der Spagat zwischen Mutter, Ehefrau, Job und Karriere. Für sie war und ist einer der Schlüssel, dass sie sich mit ihrem Mann geschworen hat, dass es gegenseitig nie ein „deinetwegen habe ich (nicht)“ geben wird. Denn wir sollten als Frauen nicht auf Kinder verzichten, sind aber auch nicht alleine dafür verantwortlich. Wichtig ist ihr aber auch, dass ihre Kinder kein Projekt sind, sondern eigenständige Wesen, die man darin unterstützen muss, Erfahrungen zu machen und eigene Leidenschaften zu entwickeln.

Sonjas Wunsch heute: Mehr Zeit für sich. Aber auch das wird kommen.

Es ist ein Gespräch über Diversität, Gleichberechtigung, Wertschätzung, Erziehung, Mut, über (Bildungs-)Politik, Vorbilder und es führt uns vor Augen, dass der alte Kalenderspruch „Lebe im heute“ unglaubliche Energie freisetzen kann.

Danke Sonja für dein Vertrauen und deine Offenheit!

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