Prof. Rainer Brück war Inhaber der Professur für Medizinische Informatik und Mikrosystementwurf an der Universität Siegen und ist seit März 2024 im Ruhestand. Er hat maßgeblich zum Erfolg der Lebenswissenschaftlichen Fakultät (LWF) und zur Entwicklung der Datenmedizin beigetragen.
Auf die Frage „Was können Daten innerhalb der Medizin besser machen?“ erklärt Prof. Rainer Brück, dass die Verarbeitung und Nutzung von Gesundheitsdaten nicht etwa bei der ePA halt mache. Durch eine Kombination von datengetriebenen Techniken und wissensbasierten KI-Systemen seien detaillierte Datenanalysen möglich. Es existiere noch Forschungsbedarf hinsichtlich der Datenauswertung durch KI, um das geplante Versorgungsmodell einer Digitalen Praxis umzusetzen, jedoch sei man auf einem guten Weg dorthin, berichtet der emeritierte Professor.
„Daten sind weltweit beweglich“, ergänzt Dr. Olaf Gaus. „Wir können sie im intersektoralen Raum zur Verfügung stellen.“ Beide Gesprächspartner sehen das Vitaldatenmonitoring, das Vorteile für den Behandlungs- und Versorgungskontext bietet, daher als Mittel zur Prävention und Prädiktion. Welche Rolle der digitale Zwilling von Patient*innen dabei spielt, wird im DMGD-Talk weiter erörtert.