Europa steht in einem wachsenden Spannungsfeld. Religiös motivierter Extremismus, Parallelmilieus und importierte Konflikte fordern Demokratie, Rechtsstaat und gesellschaftlichen Zusammenhalt heraus. Was als humanitäre Offenheit begann, hat mancherorts Strukturen entstehen lassen, in denen staatliche Regeln nicht mehr selbstverständlich Vorrang haben.
Kritik daran wird oft moralisch überlagert. Doch eine liberale Demokratie muss klären: Wie viel illiberale Praxis verträgt sie, ohne sich selbst zu gefährden? Wo endet Religionsfreiheit, wo beginnt politischer Machtanspruch? Und wie reagiert eine offene Gesellschaft auf Radikalisierung oder patriarchale Gewalt?
Der Vortrag beleuchtet diese Konfliktlinien und fragt: Wie wehrhaft muss Freiheit sein, um bestehen zu können?