Franz Gertsch (1930–2022) ist vor allem bekannt für seine ab 1969 entstehenden fotorealistischen, meist grossformatigen Gemälde. Als Vorlage dienen ihm häufig eigene Fotografien – so auch für das Gemälde Kranenburg (1970). Dieses zeigt von links nach rechts den Künstler Markus Raetz, Museumsleiter Jean-Christophe Ammann, Künstlergattinnen Monika Raetz und Maria Gertsch, Galerist Pablo Stähli, Fotograf Balthasar Burkhard und den holländischen Theaterpionier Ritsaert auf dem Weg an eine Vernissage in Kranenburg. Das Bild steht geradezu sinnbildlich für die aufbrechende Schweizer Kunstszene der 1970er-Jahre. Für das Gemälde projiziert Gertsch die Fotografie auf den Bildträger und malt das Bild akribisch und direkt mit deckender Farbe auf die Leinwand.
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Stimmen: Marion Weik (Intro); Laura Lienhard-Caltagirone (Text)