Seniorinnen und Senioren sind im Internet angekommen: Neun von zehn Menschen über 65 sind online. Trotzdem ist es für sie oft alles andere als einfach, den Alltag mittels Smartphone zu bewältigen: Wischen, scrollen, swipen, Accounts einrichten, QR-Codes scannen, Zwei-Faktor-Authentifizierung bewältigen und die Sache mit dem Online-Banking durchblicken – das kann nervenaufreibend sein.
Das Problem ist nicht das Alter an sich: Wer nicht in den digitalen Sphären aufgewachsen ist, muss vieles lernen, was die Gen-Z mit der Muttermilch aufgesogen hat. Und ehrlich; oft versteht auch die nicht, wie Apps, Accounts, die Cloud und die lokale Datenspeicherung zusammenspielen. Und kaum hat man sich gemerkt, dass «der dritte Punkt von oben» zum Ziel führt, kommt das nächste Update und räumt alles um.
Wir reden darüber, warum «Ich mache das schnell für dich» oft die schlechteste Form von Hilfe ist, weshalb ein normales iPhone (vielleicht) seniorentauglicher ist als ein Seniorenhandy und warum Geduld wichtiger ist als jeder Einführungskurs. Und wir fragen uns, ob ausgerechnet KI einen Teil des Problems lösen könnte: als digitaler F1-Knopf, dem man dieselbe Frage auch zum hundertsten Mal stellen darf.