Angst – ist diese wirklich immer begründet?
Oft gehen wir davon aus, dass sobald wir Angst empfinden auch eine Gefahr, oder eine Bedrohung besteht. In vielen Fällen ist dies auch der Fall und in genau in diesen Momenten dient die Angst uns zu warnen und um unseren Körper zu mobilisieren und für eine Flucht oder Verteidigung vorzubereiten. Aber tatsächlich sind Angst und Gefahr nicht das gleiche. Oft hilft es, tief in sich hineinzuhorchen und zu überlegen, ob tatsächlich eine Gefahr besteht oder ob wir aus anderen Gründen Angst empfinden. Trotz allem gilt in erster Linie dieses Gefühl der Angst ernst zu nehmen und dies unter keinen Umständen zu ignorieren, besonders wenn man sich unwohl und bedroht fühlt, zum Beispiel nachts in einer dunklen Gasse usw. Dennoch ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass heutzutage die Angst und die Bedrohung nicht mehr 1:1 zusammenpassen, denn häufig fühlt man dieses Angstgefühl auch in alltäglichen Situationen, wie bei Meetings oder bei Präsentationen usw. In solchen Momenten ist es hilfreich sich selbst zu fragen, ob wirklich eine Bedrohung besteht, oder ob die Gefahr vernachlässigbar ist. Oftmals ist dieses Gefühl ein Fehlsignal und es hilft, einen Schritt zurückzugehen, „rauszuzoomen", die Angst zu beobachten und zu analysieren, ob es sich nicht lediglich um die soziale Angst handelt.