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Bei schwerwiegenden Entscheidungen hilft es die Sachen von der "Micro-Macroebene" zu betrachten.

Bevor man schwerwiegende Entscheidungen trifft macht man sich meistens davor sehr viele Gedanken, welche einem häufig die Entscheidung erschweren, da einem viele Gründe dagegen einfallen und man sich zu viel über die Risiken Gedanken macht. Da ich aktuell in Afrika bin, um einen zweiten Standort meiner Firma Teamflow aufzubauen, weiß ich genau, wie schwierig es ist Entscheidungen zu treffen. Betrachte ich diese Überlegung auf der Microebene, dann fallen mir natürlich eine Million Gründe ein, warum ein kleines Unternehmen mit acht Mitarbeitern und wenigen Ressourcen, vielleicht nicht direkt einen zweiten Standort, und das auch noch in Afrika, aufbauen sollte. Auf Grund dieser negativen Gedanken würde man eigentlich sehr stark davon abraten. Betrachtet man das ganze aber nun von der Macroebene und zoomt erst mal sehr weit raus und geht nicht so sehr ins Detail, dann kann man die Situation von einer anderen Perspektive betrachten. Und zwar wäre das in meinem Fall wie folgt: Der Arbeitsmarkt ist komplett leer, vor allem in Bereichen, die mit Software zu tun haben. Verschiedene IT-Outsourcing Firmen sind bereits international unterwegs und Ruanda zählt zudem zu einem sehr sicheren, stabilen Land. Distanziert betrachtet wird deutlich, dass die Nachfrage nach Softwareentwicklern sehr hoch ist und sich einige Universitäten in Ruanda genau darauf spezialisiert haben. Zudem ist es kein Problem eine Infrastruktur vor Ort aufzubauen. Wenn man also auf der Macroebene feststellt, dass es die groben Umstände ermöglichen würden, sich dafür zu entscheiden, dann sollte man erst anschließend Schritt für Schritt ins Detail gehen, um sich nicht vorher schon verunsichern zu lassen und es womöglich gar nicht erst versuchen.