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Hallo ihr Lieben ❤️,

Herbstwetter? Nicht mit uns! Heute gibt es Ibiza-Feeling 🏖️🍹 direkt aus der Hauptstadt von Robert aka @callhimstrange 🐻. Ein DJ aus Leidenschaft, der sein Genre schon vor vielen Jahren gefunden hat: House 🏠. Von meldolischem DeepHouse bis hin zu kraftvollem PumpinHouse mit satten Basslines bei 125bpm prägt er seit den 90ern die Szene 🦖. Im Interview spricht er über seine Anfänge 🌱, die Wandel der Szene 🔄 und warum für ihn das DJing 🔊, nicht die eigene Produktion, im Mittelpunkt steht ☝️.

 
👽 Hi Robert, schön, dass Du heute bei uns bist. Was steckt hinter Deinem Alias?
Den Namen hat mir vor vielen Jahren mal ein Barkeeperfreund verpasst, als ich mal wieder nach einer langen Schicht nicht nach Hause, sondern noch irgendwo hin feiern gegangen bin und er mich deswegen „Strange“---Mr Strange taufte…Mir fiel dann irgendwie noch Call me Strange ein und daraus entstand dann letztendlich Callhim Strange
 
👽 Wie kamst Du zum ersten Mal mit elektronischer Musik in Berührung?
Oh, das ist echt schon lange her und geht in meine späte Kindheit zurück (Mitte der 90er Jahre). Das waren primär die Sachen, die im Radio liefen. Noch sehr kommerziell. Nicht viel später kamen dann aber schnell Sachen wie RAVE NATION, Thunderdome und die ersten BONSAI RECORDS Compilations hinzu. Ich war sofort gefangen. Wenn du das erste Mal Gänsehaut bei einem richtig guten Track bekommst, öffnet sich ein emotionale Tür in deinem Herzen.
 
👽 Du legst seit dem Jahr 2000 auf. Wie hat sich die elektronische Musikszene deiner Meinung nach in den letzten 25 Jahren entwickelt – und wie empfindest du diese Entwicklung?
Die elektronische Musikszene, besonders hier in Berlin, war schon immer im Wandel. Manche Genres haben hier nie eine Base gefunden. Trance lief, bis auf Paul van Dyk, fast nirgends. Als der MinimalTechno in der zweiten Hälfte der Nullerjahre den sog. Berlin Electro ablöste, dachten auch viele: OK, das war´s jetzt. Aber danach ging´s doch wieder anderweitig weiter. Trends kommen und gehen.  An einer ähnlichen Stelle stehen wir momentan auch gerade teilweise mit der TikTok-Trend-Blase, die aber auch aufgrund weitestgehend fehlender tiefgründiger Qualität und übermäßiger Konformität statt Individualismus, schon an Luft verliert. Auch die Trendwende der Selbstdarstellung wurde bereits eingeläutet. NO PHOTO PARTIES auf Ibiza, NO PHONE Festivals in den Niederlanden, inspiriert von Berliner Clubs. Back to the Roots – Musik, Vibe & Miteinander rücken wieder in den Fokus.

👽 Hast Du bereits selbst produziert oder hast es vor?
Mir macht das ehrlich gesagt wenig Spaß. Ich hab mal hier und da mit Freunden gesessen und was begonnen, aber auch schnell die Laune daran verloren. Ich bin halt lieber DJ, liebe Beat-Matching, und bin fasziniert, wie sich 2 Tracks zufällig zusammen symbiotisch grandios anhören können.
Sicher, Produktionen bringen oft die Bookings, aber es wäre nicht real.
 
👽 Welche 3 House Tracks der letzten 25 Jahre haben Dich geprägt?
3 aus 25 Jahren? Das ist quasi unmöglich. Da gab es so viele emotionale, mind-blowing Momente…. Ich versuche jedoch mal 3 zu picken:
1.    Unangefochten: Gregor Tresher- A Thousand Nights
2.    Booka Shade- Mandarine Girl
3.    Yotto- Personal Space
 
👽 In welcher Location würdest Du gerne mal ein Set spielen?
Ich bin zunächst einmal dankbar für jedes Angebot. Ein kleiner Traum wäre natürlich der Wintergarten im Sisyphos, meinem Lieblingsort.
 
👽 Wie geht es bei Dir weiter im elektronischen Bereich?
Solange die Finger kribbeln und das Bein bei nem Beat wippt, werde ich nicht aufhören aufzulegen und freue mich immer hier und da die Leute an dieser meiner Passion teilhaben zu lassen.
 
👽 Gibt es etwas was Du den Hörer|innen mit auf den Weg geben willst?
Respektiert euch, seid tolerant, passt aufeinander auf, spread love not hate, seid einfach lieb zueinander.

Alles Gute Robert und viel Erfolg weiterhin 🍀.