Satirischer Breakbeat mit deutschen Spoken-Word-Lyrics: Pseudo-Hippies, die „alternativ“ wirken wollen – aber Natur zerballern, Müll liegen lassen und nachts auf Open-Air-Partys alles übertönen. Ironisch, direkt, unbequem.
Lyrics:
[Verse 1 – Tight]
Blumen im Avatar, aber Fleisch auf’m Teller,
“bewusst”, weil’s vom “guten” Schlachter kommt — ja, klar.
Frieden als Spruch, Gewissen als Deko,
ihr wollt euch gut fühlen, nicht gut sein — Ego.
Leinenhose, Stein-Kette, Räucherwerk,
doch Respekt liegt bei euch irgendwo hinterm Bass im Dreck.
Ihr nennt’s “Love”, wenn ihr euch selber meint,
und “Toleranz”, wenn keiner euch begrenzt — vereint.
[Break 1 – Half-Time Punch]
Früher: weniger Zeug, mehr Haltung.
Heute: mehr Haltung im Text — null Haltung in Handlung.
[Verse 2 – Doubletime]
Ihr fahrt raus in die Natur, weil’s “authentisch” wirkt,
und macht sie kaputt, damit der Clip besser flirrt.
Generator röhrt, Laser zerreißt die Nacht,
ihr schreit “voll magisch!”, während ein Fuchs abhaut und wacht.
Eulen weg, Rehe weg, Ruhe tot,
aber Hauptsache ihr habt noch genug Akku fürs Foto.
Und wenn einer sagt: “Ey, bisschen leiser hier”,
kommt euer Standard: “Spießer! Du zerstörst den Vibe!” — ihr Tier.
[Refrain 1 – Hook]
Pseudo-Hippies.
Frieden im Mund, Krach im Gepäck.
Pseudo-Hippies.
Natur als Kulisse, Respekt als Dreck.
Pseudo-Hippies.
Achtsamkeit nur, wenn sie nichts kostet.
Pseudo-Hippies.
Ihr seid nicht frei — ihr seid bloß rücksichtslos.
[Verse 3 – Tight / Drillig]
Open-Air im Wald, “nur diese Nacht” — Lüge,
jede Nacht ist Leben, ihr macht daraus Bühne.
Bass wie Abrissbirne, Boden vibriert,
ihr nennt das “Verbundenheit”, weil’s euch betäubt und regiert.
Ihr wollt “Community”, aber nur als Chor,
der euch bestätigt, egal wie asozial ihr bohrt.
Früher war Anderssein ’ne Konsequenz,
bei euch ist es ’ne Marke mit Rabattcode — Trends.
[Break 2 – Callout]
Natur ist kein Club.
Die Nacht ist nicht leer.
Nur weil du’s nicht hörst —
heißt nicht, dass da nichts wär.
[Verse 4 – Doubletime]
Morgens um fünf: Müll wie Mahnmal im Gras,
Kippen im Moos, Glas splittert — “passiert halt”, was?
Ihr redet von “Energie”, “Schwingung”, “Vibes”,
und hinterlasst ’nen Ort wie nach ’nem Unfall — reif.
“Wir räumen später auf.” Klassiker.
Bezahlt heißt bei euch: erledigt.
[Refrain 2 – Hook Variation]
Pseudo-Hippies.
Bio im Beutel, Beton im Charakter.
Pseudo-Hippies.
Freiheit als Ausrede, Rücksicht als Faktor?
Pseudo-Hippies.
Ihr nehmt euch Raum — und klaut die Ruhe.
Pseudo-Hippies.
Euer “Peace” ist nur ’ne Pose auf Schuhe.
[Bridge – Half-Time]
Ich sag nicht: früher war alles rein.
Ich sag: früher hat der Widerspruch wenigstens gebrannt.
Bei euch ist er Content.
Bei euch ist er Sound.
Und wenn’s knallt, dann nennt ihr’s Liebe —
bis jemand euch stoppt.
[Verse 5 – Tight]
Ihr nennt euch “woke”, doch schlaft im Kopf,
wenn’s um Grenzen geht, um Rücksicht — block.
Ihr wollt “Natur spüren”, aber nur mit Bassdruck,
ihr spürt erst was, wenn’s dröhnt — sonst ist’s euch zu ruhig.
Und wer euch kritisiert, ist “negativ”,
ja klar, Wahrheit ist unbequem — darum werdet ihr aggressiv.
Euer Freiheits-Gerede ist nur Ego in weich,
Blumenmuster drüber — und darunter: gleich.
[Break 3 – Staccato]
Leiser = erwachsener.
Rücksicht = radikaler.
Stille = nicht leer.
Stille = Leben.
[Refrain 3 – Final Hook]
Pseudo-Hippies.
Ihr seid nicht wild — ihr seid nur laut.
Pseudo-Hippies.
Ihr seid nicht lieb — ihr seid nur drauf.
Pseudo-Hippies.
Natur ist kein Set für euren Film.
Pseudo-Hippies.
Wenn ihr “Peace” wollt — dann seid verdammt nochmal still.
[Outro – Spoken]
Nennt euch Hippie, Tribe, Family — egal.
Wenn ihr Fleisch feiert,
Müll liegen lasst,
und die Nacht zerlegt,
um euch lebendig zu fühlen —
seid ihr nicht alternativ.
Ihr seid nur Ego —
mit Blumenprint.