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Nach der Berlin-Wahl hat sich der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor (CDU) im heute veröffentlichten Verbands-Podcast „Glanzstück“ für die Regierungsübernahme durch Kai Wegner (CDU) ausgesprochen.

Der Podcast des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) wird seit 2021 mit monatlichen Interview-Folgen produziert. Dazu gehören regelmäßige politische Gespräche zum Handwerk, zuletzt mit dem Bundestagsabgeordneten Jens Teutrine (FDP), dessen Mutter Reinigungskraft ist.

Amthor, dessen Mutter gelernte Werkzeugmacherin ist, hebt in dem Podcast die Aufstiegschancen und Entwicklungsperspektiven im Handwerk hervor. „Lieber ein guter Meister als ein schlechter Bachelor.“ Er wünscht sich Respekt für den Berufstand – und das nicht nur in „Sonntagsreden“. In der Realität fokussiere sich die Politik nach wie vor zu oft auf Universitäten und Fachhochschulen.

Eine Antwort auf den sich verschärfenden Fachkräftemangel, so Amthor, sei qualifizierte Zuwanderung. Dafür gebe es eine hohe gesellschaftliche Bereitschaft. „Einfach die Leute ins Land zu lassen, das löst die Probleme der Arbeitskräfte nicht, sondern es muss gezielte Migration sein.“ Auslandsvertretungen müssten sich, so Amthor, als Service- und Einwanderungs-Agentur verstehen, seien allerdings vielfach überlastet. Amthors Vorschlag: „Das ist vielleicht in einem international agierenden Wirtschaftsministerium besser aufgehoben als im Auswärtigen Amt.“

Neben der Berlin-Wahl äußert sich Philipp Amthor aus aktuellem Anlass auch zum CDU-Beschluss, Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen aus der Partei auszuschließen. Dies sei „in der Phase jetzt konsequent und richtig“. Amthor geht von einer längeren rechtlichen Auseinandersetzung aus, betont aber auch: „Wenn davor gewarnt wird, eine Links-Ergrünung der CDU zu erleben, dann kann ich das mit unserem Parteivorsitzenden und unserem Führungsteam überhaupt nicht sehen.“

(Pressefoto: Tobias Koch)