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Was, wenn Kinder irgendwann mit leuchtenden Augen erzählen würden „meine Mama, mein Papa, meine Oma, mein Opa, meine Tante, mein Onkel, meine Lehrerin oder auch mein Lehrer, alle diese Menschen haben mich gelehrt, stolz zu sein“.

Was, wenn sie mit leuchtenden Augen weiter erzählen würden „sie haben mir gezeigt, wie ich meinen Selbstwert spüren und ihn auch, wenn es sein muss, verteidigen kann. Sie haben mich Pflichten gelehrt, aber auch mir meine Rechte ans Herz gelegt. Sie haben meine Meinungen ernst genommen. Sie haben mich in der Kunst des liebevollen, wertschätzenden Diskutieren unterrichtet. Heute weiß ich zum Beispiel, dass ich meine Meinung sagen darf, aber auch die Meinungen der anderen respektieren muss.“

Wow, das ist ganz schön viel auf einmal. Dennoch, was wenn das alles Wahrheit wäre. Zunächst, das wäre wunderbar, denn dann wäre die Grundsteinlegung für Selbstwertkompetente Menschen gelegt. Dann nämlich könnten unsere Kinder den mutigen Weg gehen zur besten Version ihres stolzen Selbst zu werden. Und wir Erwachsenen dürften sie auf diesem Weg liebevoll begleiten. 

Der mutige Weg zur besten Version unseres Selbst

Den mutigen Weg zur besten Version unseres Selbst zu werden. Das ist ein Bärenstarker Satz und für mich ein ganz wichtiger obendrein. Ich habe ihn in dem kleinen Büchlein von Bobette Buster „Wie man eine Geschichte richtig erzählt“ gelesen und ihn sozusagen sofort adoptiert. Er ist zu einem meiner Favoriten-Sätze geworden. Babette Buster ist eine Künstlerin im Story Telling. Sie möchte, gleich wo immer er auch geboren ist, dass Menschen ihre Geschichten stolz erzählen. Seine Geschichte stolz zu erzählen, das ist Leben. 

Bei meiner heutigen, natürlich wieder wahren Geschichte, steht eine Oma mit ihrem Enkel im Mittelpunkt. Ich bin auch dabei, aber nur als stille Teilhaberin.

Es ist Sonntagmorgen. Ich sitze im Frühstücksraum eines Hotel in Salzburg. Ich bin gerade mal wieder mit Weiterbildung unterwegs. Mir gegenüber, ich sage mal eine Mittelalterfrau, wie sich gleich heraus stellte, mit ihrem Enkel. Ich nenne ihn mal Max, obwohl die Oma ihren Enkel in den folgenden Minuten nie mit ihrem Vornamen angesprochen hat. Aber, hört selbst und bildet Euch eure Meinung.



Frühstück fürs Leben

Es ist Sonntag. Die Sonne scheint – mitten auf den Tisch in einem großen Frühstückssaal in einem Hotel. 

„Iss jetzt ordentlich!“ kommt es aus dem  Mund einer Oma. Angesprochen ist der kleine Junge, der neben ihr sitzt, schätzungsweise 4 Jahre alt. 

Worte sind ja bekanntlich Schall und Rauch. So geht dieser Oma-Ratschlag an den Ohren des Jungen vorbei... 

Aus dem Ratschlag wird schnell ein sehr heftiger Befehl: „Du isst jetzt ordentlich! – Sonst...“ Aber der Enkel will nicht, warum auch immer! Erst knottert er, dann die Oma – es geht eine Weile hin und her. Die Oma hat das letzte Wort: „Du bist so nervig! Was sollen die Leute denken! So mag ich dich gar nicht!“  

Die prompte Reaktion des kleinen Jungen: Er spuckt das Müsli schnell mal aus! Eine entsetzte Oma starrt ihren Enkel an. „Warum bist du an unserem letzten Ferientag so böse?“ 

Erwartete die Oma wirklich eine Antwort? Wohl nicht! Aber sie hat dazu beigetragen, dass der Junge etwas Wichtiges für sein Leben gelernt hat: 

„Wenn du gelobt werden möchtest, mach das, was andere von dir erwarten!“ Ein Dämpfer in der so wichtigen Selbstwertentwicklung! 

Absicht? Sicher nicht! Fazit dieser wahren Geschichte 

Mit IAS wär das nicht passiert.  

Mit IAS hätte die Oma gelernt, mit ihrem Enkel ganz anders über Tischmanieren zu reden. Sie hätte zum Beispiel sagen können: 

„Ich würde mich freuen, wenn du jetzt dein Müsli essen würdest“. Oder: „Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Wunsch erfüllst, denn ich würde jetzt gerne mit dir schön frühstücken“. 



Sie hätte ihm damit vermittelt, dass er lernen kann, dass er  jederzeit seine Meinung ändern kann, dass es schön ist, anderen Menschen auch Wünsche zu erfüllen. 

Und ganz wichtig! Er hätte auch gelernt, dass er kein böser Junge ist, wenn er sich mal daneben verhält. Er hätte gelernt, dass er trotz allem immer geliebt wird! 

Neugierig geworden auf die beste Version unseres Selbst?

Neugierig geworden auf die beste Version unseres Selbst? Auf unsere menschliche Schönheit? Ich glaube ja ganz fest daran, dass die Spurensuche nach der Besten Version unseres Selbst bei jedem Menschen bei der Geburt mit gegeben wird. Jetzt, auf dieser Welt angekommen, bräuchten wir nur noch kompetente und liebevolle Fährtenbegleiter. Und dabei kommt es wirklich darauf an, in welche Erwachsenenhände wir gelegt werden.

Ich möchte Euch alle mutig machen, für jeden Menschen Pate zu sein, der auf der Suche nach der besten Version seines Selbst ist. Ich habe am Anfang die Frage gestellt „Was, wenn alle Kinder stolz sagen könnten - Ich bin auf dem besten Weg zur besten Version meines Selbst zu werden“. Meine Antwort ist ganz einfach. Dann nämlich würden wir uns alle viel schönere Geschichten erzählen und meine Geschichte bräuchte nicht mehr erzählt zu werden. Und ich habe noch ein dann nämlich. Dann nämlich hätten wir alle eine schöne, selbstwertsichere, gegenseitige Sprache. Denn hauptsächlich diese ermutigt zum Nachmachen. Da bin ich mir ganz sicher. Übrigens, die Suche nach der besten Version unseres Selbst ist ein Lebenswerk. Sie endet erst mit dem Tod, aber wer weiß schon genau, ob es da nicht weiter geht. 

Bis bald, zur nächsten wahren Geschichte. 

Ein Moment noch, ich habe noch etwas zum Schluss: IAS würde das alles möglich machen. Ihr erinnert Euch noch? Wenn nicht, schaut Euch einfach nochmal die Königskompetenz IAS an. Und denkt daran: nur Übung macht den Meister und die Meisterin.

Bis Bald. Ich freue mich auf die nächste Geschichte.