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Heute dreht sich alles um das Thema: „Was ist eigentlich ein SD-Wan?“

 

Die Abkürzung SD-Wan steht für Software-Defined Wide Area Network. Und wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Weitverkehrsnetz bei dem die Netzwerksteuerung softwaremäßig erfolgt und von der Hardware getrennt ist. Es ist noch ein sehr junges Verfahren, dessen Ursprünge im Software-defined Networking (SDN) liegen.

Im Gegensatz zur traditionellen WAN-Architektur, die wie Sie wissen sehr teuer und komplex sind, ermöglicht SD-WAN eine einfache und kostengünstige Einrichtung und Bereitstellung von WAN-Diensten an verteilten Standorten und bietet eine zentralisierte Verwaltung, netzwerkweite Kontrolle und Transparenz.

SD-WAN ist eine Overlay-Architektur, die die traditionelle WAN-Architektur um eine Software-Ebene erweitert. Beim SD-WAN-Konzept spielen Controller eine wichtige Rolle, da sie die diversen Switches und Router steuern und die Policies an die Netzknoten verteilen. Dabei verwaltet die Software alle netzrelevanten Daten zentral. Sprich alle Informationen über das Routing, das Netzwerkmanagement, die Konfiguration und die Sicherheitsrichtlinien. Außerdem schafft die Softwaresteuerung flexible Strukturen, denen problemlos neue Links, Pfade oder Verbindungsstrukturen hinzugefügt oder geändert werden können. Ebenso können die Sicherheitsrichtlinien flexibel eingesetzt werden.

Wie funktioniert SD-WAN nun eigentlich genau?

Im Groben müssen Sie sich das so vorstellen:

  1. Wie bereits geschildert, setzt ein SD-WAN auf einem bestehenden Netzwerk auf und überlagert es (Overlay).
  2.  
  3. Die vorhandene WAN-Infrastruktur wird durch eine komplett neue SD-WAN-Infrastruktur ersetzt, beispielsweise durch SD-WAN Boxen.
  4. oder
  5. SD-WAN wird als Service von einem WAN-Provider oder Internet Service Provider (ISP) bezogen. Jeder Ansatz bietet seine Vorteile und Nachteile.  
  6. Zusammenfassend kann ich sagen: Mit der SD-WAN-Technologie profitieren Sie durch eine
  1. Höhere Flexibilität: Da durch das intelligente Routing und hybrides Netzdesign, kritische Daten über das private MPLS, weniger kritische Daten über das öffentliche Internet geleitet werden. Außerdem können Sie mit Hilfe des Web-Portals Anpassungen wie z. B. Bandbreitenbedarf, Priorisierungen, Ports etc. kurzfristig selbst vornehmen werden.
  2.  
  3. Geringere Kosten: Da Bandbreitenintensive und gleichzeitig weniger kritische Anwendungen und Daten auf das preiswertere öffentliche Internet ausgelagert (Traffic Offloading) werden. Außerdem können Sie den Bandbreitenbedarf im Bedarfsfall kurzfristig selber erhöhen und senken. Dass heißt dass die höheren Kosten für mehr Bandbreite lediglich im tatsächlich benötigten Zeitraum entstehen und nicht darüber hinaus.