Franziska ist 37, Mutter einer 7-jährigen Tochter und steht mitten im Berufsleben, als sie 2019 nach einer scheinbar harmlosen Erkältung eine schwere Herzmuskelentzündung entwickelt. Ihr Herz ist so stark geschädigt, dass sie beinahe stirbt. Drei Jahre nach der Diagnose und nach Monaten des Wartens erhält sie im März 2022 ein Spenderherz, das ihr Leben rettet. So wie Franziska warten in Deutschland jedes Jahr über 8000 Menschen auf ein lebensrettendes Organ – doch lange nicht alle erhalten rechtzeitig eines.
Jetzt mal ehrlich: Wie fühlt es sich an, mit einem fremden Herz im eigenen Körper zu leben?
Wie die Transplantation ihr Leben verändert hat und was sie über den Menschen denkt, der ihr sein Herz geschenkt hat, erzählt Franzi in unserem Gespräch. Gemeinsam mit Dr. med. Ingo Meisenburg von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), sprechen wir außerdem über Vorurteile und Ängste rund um die Organspende und darüber, was wir in Deutschland ändern könnten, damit mehr Menschen rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten.