Das Leben ist eine Bühne und ein Podcast wie ein griechisches Theaterstück.
Wenn man beim 1. Akt nicht aufpasst, wo und wann alles spielt, ist man verloren. Dazu wird mangels Bühnenbild erstmal der Ort der Handlung, das Wiesbadener Hotelzimmer, beschrieben.
Das Kompletwerk von Michael Ende sollte man zur Sicherheit auch parat haben, um alle Referenzen zu verstehen. Schließlich gibt es hier scheinbar ein Stück im Stück, wie bei Shakespeare.
Im 2. Akt tritt der bekannte Autor Murakami auf, an seinen Gedanken spinnt sich das Werk fort.
Im 3. Akt wird es agitativ mit praktischer Lebenshilfe zum sich nun entblätternden Leitthema des Stückes, der Kreativität und disziplin.
Der 4. Akt verwirrt. Ein Jazzclub? Sind wir jetzt in Auerbachs Keller oder im Weißen Rössl? Aufwendiges Bühnenbild ändert sich trotz Wasserschaden.
Im 5. Akt verliert es uns, plötzlich dekonstruiert sich das Stück maximal, die Beschallung wird hinterfragt, während ein verrückter Frosch auftritt. Fällt den Autoren jetzt gar nichts mehr ein?
Der Schlussapplaus fällt trotzdem heftig aus. Willkommen im LK-Theater.