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Description

Ana fühlte eine kleine Kugel an der Vulva. Sie bereitete ihr keine Schmerzen doch mit der Zeit vergrößerte sie sich.
Die Ärzte waren nicht sicher, um was es sich handelte und operierten die betroffene Stelle.
Zunächst war klar, dass es sich um ein Vulvakarzinom handelte, doch der Knoten wurde schließlich als triple negativ erkannt.

Ana war an einem Adenokarzinom vom mammären Typ der Vulva erkrankt - kurz Brustkrebs an der Vulva.
Schnell war klar, dass eine Chemotherapie und eine anschließnde Bestrahlung folgen musste.

Ana spricht in diesem Interview über die Seltenheit ihrer Erkrankung und die Unsicherheiten, die mit der Behandlung verbunden sind. Sie war sich sicher, dass Wissen und Information in ihrem Fall besonders wichtig sind, denn nur so konnte sie verstehen, was die Diagnose bedeutete.

Die Diagnose Vulvakarzinom mit Anfang 30 ist nicht nur sehr unwahrscheinlich, sie stellt alles in Frage, was bis dahin selbstverständlich war: die körperliche Unversehtheit, die Sexualität und die Familienplanung.

Nicht nur die körperlichen Veränderungen sind eine große Belastung, sondern auch die gesellschaftlichen Erwartungen, die an Frauen nach einer Krebserkrankung gestellt werden.