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Description

Daniela war Mitte vierzig, Mutter von drei Kindern und eigentlich nur zu einer ganz normalen Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen, als ihr Leben eine unerwartete Wendung nahm.
Seit Jahren war ihr HPV-Test immer wieder positiv, doch weil alle Abstriche unauffällig waren, schien es keinen Grund zur Sorge zu geben. Eine Infektion, die man "mit sich herumträgt" - so schien es zumindest.

Doch dann wurde Daniela zur Dysplasiesprechstunde überwiesen. Dort stellte sich heraus, dass es sich jetzt nicht mehr um unruhige Zellen oder eine Vorstufe handelte, sondern um Gebärmutterhalskrebs.

Daniela wurde operiert, der Gebärmutterhals, die Gebärmutter und die Eileiter wurden entfernt. Und damit war die Therapie abgeschlossen, ein vermeintlich leichter Verlauf und doch ein tiefer körperlicher und emotionaler Einschnitt.

Heute lebt Daniela ohne Krebs, aber nicht völlig ohne Folgen. Sie hat eine Fatigue entwickelt - etwas, von dem viele nicht wissen, dass es auch nach einer reinen Operation ohne Chemo oder Bestrahlung auftreten kann. Sie spricht darüber, wie schwer es war, wieder Vertrauen in ihrem Körper zu finden, Nähe zuzulassen und anzuerkennen, was sie erlebt hat.
Und darüber, dass es im Kopf manchmal länger dauert als im Körper, bis die Realität wirklich ankommt.