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Description

Verena war Mitte 30, als sie mit einer schweren Bronchitis im Bett lag. Durch Zufall ertastete sie einen Knoten in ihrer Brust und wusste sofort: Das kann nichts Gutes bedeuten.
Die Gewissheit kam kurze Zeit später, Verena war an Brustkrebs erkrankt. Zudem war sie auch Genträgerin von BRCA 2.

Da der Tumor hormonabhängig war, benötigte sie keine Chemotherapie und ließ sich brusterhaltend operieren.
Um ihr Wiedererkrankungsrisiko zu senken, ließ sie sich mit Mitte 40 die Eierstöcken entnehmen. Doch erst durch die trageischen letzten Wochen eines Freundes ließ sie den Gedanken zu auch die Brüste entfernen zu lassen, um so einem Rezidiv vorzubeugen.

In diesem Gespräch beschreibt Verena ganz eindrucksvoll, wie sie zu der Entscheidung gelangt ist sich die Brüste entfernen und nicht wieder aufbauen zu lassen. Wir sprechen über die Symbolik ihrer körperlichen Veränderungen und darüber, wie diese Erfahrungen ihr Verständnis von Weiblichkeit und Intimität verändert haben.

Nach einer Krebsdiagnose und natürlich auch nach Operationen benötigt der Körper Zeit, um zu genesen. Doch nicht nur der Körper trägt diese Veränderungen in sich, auch die Psyche benötigt Zeit, um geschehene Dinge verarbeiten zu können.
Es ist wichtig, sich diese Zeit zu geben und die Verletzlichkeit während der Heilung zuzulassen.