„Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war …, kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen … und es erschienen … Zungen wie von Feuer, die sich verteilten … und alle wurden vom heiligen Geist erfüllt“ – soweit die bekannte Schilderung aus der Apostelgeschichte. Seit vielen Jahrhunderten fragen sich Menschen, wie sich dieser heilige Geist im Konkreten be-greifen lässt: der Geist Gottes, der über der Urflut schwebte, der bei der Taufe auf Jesus herabkam und der die Apostel an Pfingsten in fremden Sprachen predigen ließ.
Uns als Podcast-Team erreichten häufiger Rückfragen von Hörer*innen, die darum baten, etwas mehr Klarheit und Verständlichkeit in die allzu oft als gestelzt wahrgenommenen theologischen Aussagen zu bringen. Wie also lässt sich der heilige Geist zeitgerecht denken?
Die diesjährigen Pfingsttage bieten eine wunderbare Gelegenheit, darüber nachzudenken. Und mit Prof. Dr. Jörg Lauster hilft uns ein wahrer Kenner, diese rätselhafte Macht – ausgehend von der Schöpfungsgeschichte, über frühchristliche und mittelalterliche Geistvorstellungen, bis in die entzauberte Moderne hinein – greifbarer zu bekommen.