Eine aktuelle Umfrage bestätigt, was man schon des Öfteren vermutet hat: Bei den Jungen, der sogenannten Generation Z, hängen sich weniger Menschen im Job so rein wie die Babyboomer es tun oder getan haben. Der Wirtschaftspsychologe Ingo Hamm, Professor für Wirtschaftspsychologie, ehemaliger McKinsey-Berater, Gründer und Konzernmanager, befürchtet, dass die jungen Menschen damit in ein psychologisches Dilemma geraten. Er stellt fest, dass sie zwar ihre persönliche Selbstbestimmung über die klassischen Anreize – Gehalt, Status und Karriere – stellen, aber ohne zu wissen, was sie wirklich antreibt: „Sie verweigern die Möhre, ohne zu wissen, was sie stattdessen wirklich wollen. Sie wissen, dass sie kein Esel sein wollen – aber was dann?“ In seinem neuen Buch „Lust auf Leistung“ formuliert Hamm ein Gegenprogramm gegen die gängige New Work-Ideologie, die viel dafür tue, „dass Arbeit nicht mehr nach Arbeit aussieht und sich vor allem nicht mehr danach anfühlt.“ Menschen wollen arbeiten, stellt der Psychologe fest, weil und wenn sie darin die Quelle ihrer Selbstwirksamkeit finden. Was macht die Generation Z also falsch?