Gleich zwei grosse Ereignisse aus Cupertino bringen uns dazu, uns in einem Schwerpunkt dem grossen Tech-Konzern zu widmen, der zusammen mit Microsoft, IBM, HP und vielleicht auch Intel zu den Urgesteinen der Branche zählt: Apple feierte vor kurzem den fünfzigsten Geburtstag und gab nur wenig später eine wichtige Weichenstellung bekannt: Steve Jobs Nachfolger Tim Cook tritt als CEO ab und übergibt an John Ternus – einen Mann, der zumindest den Nicht-Apple-Fanboys bislang unbekannt gewesen sein dürfte.
Was bedeutet das für den Konzern, der mit Macs und dem iPhone gross und unglaublich umsatzträchtig wurde? Dürfen die Leute hoffen, die sich mehr Innovation und überraschende neue Produkte wünschen? Oder geht es im gleichen Stil weiter – mit sturer Verteidigung der Vormachtstellung über den App Store und Bezahlschnittstelle, Verweigerung der EU-Regulierung, schlechter Reparierbarkeit und mangelnder Interoperabilität?
Wir fragen uns, wo die Grenzen des Wachstums liegen und ob es auf Dauer reicht, das Erbe von Steve Jobs zu bewirtschaften, wenn beim alles dominierenden Trend, der künstlichen Intelligenz, bislang keinerlei Zeichen gesetzt werden konnten.