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Description

Der Schweizer Konzeptkünstler San Keller (*1971, Bern) ist bekannt für seine partizipativen Performances und kurzlebigen Aktionen, die oft wie soziale Experimente erscheinen. In seiner künstlerischen Arbeit vermischt er Kunst und Dienstleistung, wodurch neue Erfahrung von bekannten Mustern ermöglicht und diese kritisch hinterfragt werden.
In seinem Werk «Museum San Keller» involviert er sowohl seine Eltern als auch deren Wohnung. Die gleichnamige Publikation dokumentiert die inzwischen geschlossene Institution. Mit San Keller sprechen wir über die Rolle und Funktion von Museen, was man dort zeigt und was nicht und über den schmalen Grad zwischen Alltagsgrafik und präzisen gestalterischen Entscheidungen. Mit dem emeritierten Professor für Kunstgeschichte Dario Gamboni sprechen wir über die Subjektivität von Künstler:innenmuseen, wo das besprochene Werk innerhalb dieses Genres einzuordnen ist und warum ihn San Keller einst auf seinem Rücken zu einem Sprecherpult trug.