Kai und Susanne leben seit wenigen Jahren als Patchworkfamilie zusammen und bringen insgesamt 3 Kinder aus vorherigen Beziehungen mit. Susanne's Tochter Zoe (14) grenzt sich immer mehr ab und Kai's Sohn Levi (9) wird zunehmend "auffällig" in der Schule. Die Mutter von Levi sieht die Schuld bei Kai, da er sich nicht (mehr) genug als Vater um die Beziehung zu seinem Sohn kümmert. Das wiederum führt zu Streitigkeiten zwischen Kai und Susanne.
Das Kai diese Vorwürfe aufgrund von Schuldgefühlen ausnahmslos annimmt und sich mehr kümmern will, macht nicht nur deutlich, dass die Männer häufig konfliktscheu sind und lieber versuchen, diesen Spagat zwischen allen Beteiligten hinzubekommen, sondern auch, dass sie häufig ihre Muster aus vorherigen Beziehungen aufrecht erhalten. Frauen natürlich auch.
Patchworkfamilie ist somit eine wunderbare Schule für persönliche Weiterentwicklung. Ich darf mich fragen: Wo kommen diese Muster eigentlich her?