Am Sonntag war bei uns in Olpe der Tag der Offenen Tür im Mutterhaus. Anlass war das Ende der Umbauarbeiten und der Wunsch, den Leuten aus Olpe und der Umgebung die neuen Räume und Säle zu zeigen und sie teilhaben zu lassen an unserer Freude. Wegen des Regens konnte der Gottesdienst nicht draußen stattfinden, sondern wurde in der Mutterhauskirche gefeiert. Sie ist so groß, dass 350 Leute problemlos sitzen und mitfeiern konnten. Eigentlich wollten wir am Samstag diesen Tag begehen, aber die Bläsergruppe, die den Gottesdienst und den anschließenden Mittagsschoppen begleiten sollte und auch sehr gern wollte, konnte nur am Sonntag. Also alles umplanen und verlegen. Aber dann haben alle gemerkt, wie wunderbar das war. Die musikalische Begleitung war so umwerfend toll, dass es dreimal begeisternden Schlussapplaus gab und der Gesang einfach voller Inbrunst und Freude war. Da merkte man schon, dass es eine Rolle spielt, wie Gesänge und Lieder im Gottesdienst begleitet werden. Und hier im Sauerland, wo ganz viele Dörfer ihre eigenen Musikkapellen haben, spürt man es noch stärker. So ging es also beschwingt und fröhlich zum Suppenbuffet und zu den Führungen durchs Haus. Viele waren sehr beeindruckt von der gelungenen Neugestaltung und was immer wieder kam: Es ist jetzt so schön hell! Genau, die ehemals braunen Wände waren jetzt weiß und die neuen Formen und Arten der Beleuchtung machen es freundlich und aufgeschlossen. Während der Führungen war ein Ort immer die neugestaltete Anbetungskapelle die ich immer als "Herzkammer" des Mutterhauses bezeichne. Und auch sie: doppelt so groß wie vorher, mit einer hellen Fensterfront und sehr verschieden einstellbarer Beleuchtung. Und die Monstranz, die zur eucharistischen Anbetung verwendet wird, ist immer noch dieselbe, die zur Zeit unserer Gründung vor mehr als 160 Jahren verwendet worden ist. Viele Gäste waren zutiefst beeindruckt und gingen nahezu automatisch auf die Knie, um anzubeten. Wir gelangten also, vom Anschauen der vielen baulichen und äußeren Veränderungen zum eigentlichen Kern des Mutterhauses, der Ordensgemeinschaft und aller Christen: zur immerwährenden Anbetung Gottes.