Hanspeter ‘Düsi’ Künzler kennt die Musik von Bob Dylan, seit er 14 Jahre alt ist. Wigwam aus dem Album Self Portrait schaffte es 1970 in die Schweizer Hitparade und weckte seine Aufmerksamkeit. Mit dem Song All the Tired Horses präsentiert er uns einen der aussergewöhnlichsten Songs, der je in einem Dylan Talk zu hören war.
Später entdeckte Düsi Desire, eine Platte, die ihm nur schon wegen Scarlet Riveras Violinensound gefiel. Endgültig zum Dylan-Fan wurde er aber erst 2002, als im Lärm eines vollbesetzten Zürcher Clubs plötzlich der Subterranean Homesick Blues ertönte. Düsi kaufte sich in der Folge gleich 10 Dylan-Alben. Und später noch die Autobiographie Chronicles, die ihn ebenso begeisterte wie die Musik.
Düsi lebt seit den späten 70er-Jahren in London. Über die Menschen, die ihm in den Pubs in seinem Stadtteil Kilburn begegnet sind, hat er ein Buch geschrieben: Das Wetter zwischen Jukebox und Theke. Musik spielt darin eine ebenso wichtige Rolle wie der Fussball und die Geschichte der irischen Einwanderer.
Der Dylan Talk mit Hanspeter Künzler ist eine vergnügliche Reise durch das Leben eines Journalisten, der tausende Interviews mit berühmten und weniger berühmten Musikern geführt hat. Dabei unterhält er mit präzis erinnerten Details und einem sicheren Gespür für unterhaltsame Anekdoten. Bob Dylan hat Düsi übrigens nie persönlich getroffen, nur seinen Sohn Jakob. Wobei die Vorgabe der Plattenfirma war, den Vater auf keinen Fall zu erwähnen!
Ein grosses Kompliment an Lukas Langenegger, der Düsis Wunschsongs wie immer souverän und stilsicher interpretiert: When I Paint My Masterpiece, One More Cup of Coffee, All the Tired Horses, Too Much of Nothing und Subterranean Homesick Blues.