In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer der Frage, was es bedeutet, sich wirklich für sich selbst zu entscheiden. Anhand eines Essays von Tiziano Terzani aus den letzten Lebenstagen zeigt er auf, wie alltägliche Entscheidungen vor dem Hintergrund des Todes an Bedeutung verlieren und die Wahl für das eigene Wesen als die wichtigste überhaupt hervortritt. Lehofer erläutert, dass diese Entscheidung kein Akt des Egoismus ist, sondern die Anerkennung und Treue gegenüber dem kreativen und wachstumsfähigen Kern in jedem Menschen. Er argumentiert, dass nur durch das Heilig-Halten dieses Wesentlichen innere Stabilität entsteht, die es erlaubt, flexibel auf andere einzugehen, ohne sich selbst zu verraten. Die Folge plädiert dafür, das Eigene nicht zur Disposition zu stellen und gleichzeitig das Wesentliche in anderen zu respektieren, um eine solide Grundlage für alle weiteren Lebensentscheidungen zu schaffen.
– Michael Lehofer
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